Triest

    Pfarramt

    Kirche

    Pfarrer

    Trieste

    Via S. Lazzaro 19 – 34122 Trieste

    Tel: 040 630168
    Fax: 040 630168

    trieste@chiesaluterana.it

    Facebook

    Sekretariat: Dienstags-Freitags vom 10:00-12:00 Uhr

    Largo O. Panfili

    Largo O. Panfili 1 – 34132 Trieste

    Öffnung der Kirche

    Die Kirche am Largo Panfili 1 ist an jedem Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 16.00 – 19.00 Uhr geöffnet.

    Gottesdienste

    Die Gottesdienste finden an jedem Sonntag um 10,00 Uhr statt.
    An jedem zweiten Sonntag im Monat findet der Gottesdienst in deutscher Sprache statt.
    An jedem ersten Sonntag im Monat findet das Gemeindeabendmahl statt.

          Vakante            Pfarrstelle

    Gemeindeleben

    Treffen zum Kaffee in via San Lazzaro 19 – Triest: jeden letzten Mittwoch des Monats um 10.00 Uhr

    Chor
    Mittwochs trifft sich der ‘spontane Chor’ der Gemeinde “Voci  luterane” um 20.00 in der Kirche in Largo Panfili

    Handlungsfelder der Gemeinde

    Theologie

    Teilnahme am Studienzentrum „Albert Schweitzer” 

    Musik

    Konzerte in der lutherischen Kirche
    Leitung des musikalischen Lebens der Gemeinde durch den international bekannten Organisten Manuel Tomadin

    Diakonie

    Tätigkeiten der SOGIT, des Instituts Rittmeyer und des Deutschen Hilfsvereins

    Ökumene

    Die Lutherische Gemeinde Triest, zusammen mit den evangelischen schweizer-waldenser und methodistischen Kirchen in Triest, ist Mitglied vom Centro Studi Albert Schweitzer,  Evangelischer Kulturverein. Das Zentrum ist eine autonome Organisation für  die Förderung der historisch-religiösen Kultur, für die Vertiefung von aktuellen sozial-ethischen Themen und für die Organisation von Konzerten, besonders Orgel-Konzerten.
    Segreteria:  Comuità ev. luterana,  Via s. Lazzaro, 19, 1 p.  – 34122 – Trieste
    Tel/fax 040.630168,   e-mail schweitzer.ts@libero.it,
    Orario segreteria: mercoledì 10.00 – 12.00

    Die evangelisch-lutherische Gemeinde von Triest verfügt über zwei Gästezimmer. Für weitere Informationen kann man sich an das Gemeindebüro wenden.

    Diakonische Projekt “Krankenbetten für Hauspflege”

    Um kranke Menschen angemessen zu Hause pflegen zu können, braucht es nicht nur spezifische Kenntnisse oder ausgebildetes Pflegepersonal, sondern auch bestimmte Einrichtungen, die sehr kostspielig sind. Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Triest hat ein Diakonieprojekt mit »Pflegebetten« ins Leben gerufen.
    Zehn professionelle Krankenbetten mit dazugehöriger Kommode werden kostenlos für Menschen aus Triest und Umgebung zur Verfügung gestellt. Voraussetzung ist, das die Hauspflege auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist, also  nach einem Unfall, einer Operation oder im Zusammenhang mit einer Erkrankung.
    Weitere Informationen erteilt das Büro der evangelisch-lutherischen Gemeinde Triest:  trieste@chiesaluterana.it, Tel. 040 – 630168.

    Für weitere Informationen über die Veranstaltungen der Gemeinde können Sie den Gemeindebrief zu Rate ziehen oder sich an unser Pfarrbüro wenden. 040/630168.
    Geschichte der Gemeinde

    Sucht der Stadt Bestes
    Und betet für sie zu Gott
    Denn wenn es ihr wohl ergeht,
    So wird es auch euer Wohlergehen sein. (Jeremia 29,7)

    Geschichte und Gegenwart der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Triest ist von ihren ersten Anfängen bis in die Gegenwart tief verbunden mit der Geschichte und der politischen und sozialen Wirklichkeit der Stadt.

    „Die ersten fünf lutherischen Familien kamen 1717 nach Triest, um in der zum Freihafen erklärten Stadt Triest Handel zu treiben. Weitere folgten bald. Im Jahr 1852 hatte Triest 70.846 Einwohner, davon 2.353 evangelische (lutherische und reformierte). Erster öffentlicher Akt der Gemeinde war 1754 die Eröffnung eines evangelischen Friedhofs. Die offizielle Gemeindegründungsurkunde ist auf das Jahr 1778 datiert, also noch drei Jahre vor dem Toleranzedikt von Kaiser Joseph II. Dank der Reformen dieses liberal gesinnten Herrschers konnte die lutherische Gemeinde 1786 eine Kirche – heute ‚Beata Vergine del Rosario‘ genannt – kaufen… Die Gemeinde feierte dort ihren Gottesdienst von 1786 – 1871.“[1]

    In der Blütezeit der Stadt Triest als Freihafen am Mittelmeer blühte auch die Lutherische Gemeinde. Sie zählte bis zu 1700 Mitglieder. In dieser Zeit konnte die Gemeinde eine eigene Kirche bauen, die im Jahre 1874 eingeweiht wurde. Sie ist von Christian Zimmermann, Baumeister aus Breslau in neogotischem Stil erbaut worden und aus Breslau stammen auch Altar, Taufbecken, Kanzel und Lesepult der Kirche. Ihre Orgel wurde von der bayrischen Firma Steinmeyer hergestellt, von der sie im Jahr 1985 restauriert worden ist. Bis heute ist sie die Kirche der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Triest, gelegen am Largo Panfilii 1 im Herzen der Stadt.

    Die Gemeinde verfügt über einen eigenen kleinen, aber sehr sehenswerten Friedhof, ein eigenes Pfarrhaus mit einem Kindergarten und ein großes Wohnhaus in der Via S. Lazzaro 19, das ursprünglich die evangelische Schule Triests beherbergte und wo sich heute die Gemeinderäume mit Gemeindesaal, Büro und Archiv der Gemeinde befinden.

     Die Evangelisch-Lutherische Gemeinde von Triest ist in vieler Hinsicht in das Leben der Stadt integriert und will es auch ausdrücklich sein. Wesentlichste Voraussetzung dafür ist die im Jahr 2000 gefällte Entscheidung, die das Italienische zu ihrer Hauptsprache gemacht hat.

    Der sonntägliche Gottesdienst findet an drei Sonntagen im Monat in italienischer Sprache statt. Der deutsche Ursprung der Gemeinde bleibt in einem monatlichen deutschsprachigen Gottesdienst gewahrt.

    Als Hafenstadt mit einer jahrhundertealten Tradition auf der Grenze zwischen West- und Osteuropa ist Triest von einer blühenden Multikulturalität geprägt, die sich durch eine ungewöhnlich lebendige christliche Ökumene und breite Interreligiosität auszeichnet. Im Ensemble einer Vielzahl von protestantischen, orthodoxen und katholischen Gemeinden und im Dialog mit jüdischer und muslimischer Religion ist das besondere evangelisch-lutherische Profil der Gemeinde gerade von dieser lebendigen Kooperation bestimmt.

     Im Herzen der Stadt Triest gelegen versteht sich die Evangelisch-Lutherische keineswegs als eine protestantische Insel isoliert im italienischen Umfeld, sondern gerade auch als ein wichtiger Veranstaltungsort für Konzerte als eine Kirche offen für die ganze Stadt. Diese Offenheit zeigt sich auch in der Öffnung der Kirche an drei Tagen der Woche, die im Juli 2015 begonnen hat.


    [1] Miteinander. Insieme, herausgegeben von Christiane Groeben und Caroline von Hohenbühel, Karlsruhe 2009, 58.